Über 2.000 Unterstützerinnen und Unterstützer sprechen sich für eine IGS im Brohltal aus
Antrag der FWG- und SPD-Fraktion nach intensiver Debatte im Kreistag mit knapper Mehrheit abgelehnt
Am 27. März 2026 überreichte Verbandsbürgermeister Johannes Bell eine Petition mit mehr als 2.000 Unterschriften zur Errichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Brohltal an Landrätin Cornelia Weigand. Die große Resonanz macht deutlich, wie wichtig vielen Bürgerinnen und Bürgern ein modernes, wohnortnahes Bildungsangebot im Brohltal ist.
Bildung als Schlüssel für einen starken ländlichen Raum
Für die FWG-Kreistagsfraktion ist die Stärkung des ländlichen Raums – insbesondere im Bereich Schulen und Bildung – ein zentrales politisches Ziel.
Gute Bildungsangebote vor Ort tragen maßgeblich dazu bei,
- jungen Menschen faire Zukunftschancen zu ermöglichen,
- Familien zu entlasten,
- und die Attraktivität der Gemeinden im Kreis zu sichern.
Gerade im Brohltal besteht ein großer Bedarf, das Bildungsangebot weiterzuentwickeln, um lange Wege und tägliche Busfahrten zu vermeiden.
biregio empfiehlt für Kreis Ahrweiler eine zweite IGS
Das vorliegende Gutachten des Instituts biregio empfiehlt grundsätzlich die Errichtung einer zweiten Integrierten Gesamtschule im Kreis Ahrweiler. Die FWG-Kreistagsfraktion und der Verbandsgemeinderat Brohltal sehen den Standort Niederzissen als besonders geeignet an.
Dafür sprechen insbesondere:
- die dort bestehende und gut etablierte Realschule plus
- die politisch gewollte Stärkung des ländlichen Raumes
- und vor allem die langen und belastenden Fahrzeiten, die Schülerinnen und Schüler heute täglich zur IGS Remagen oder zu den weiterführenden Schulen in Bad Neuenahr-Ahrweiler zurücklegen müssen.
Eine wohnortnahe IGS wäre daher ein wichtiger Schritt, um Bildungschancen gerechter und den Alltag für viele Familien deutlich einfacher zu gestalten.
Knappes Ergebnis im Kreistag – aber große Zustimmung in der Bevölkerung
Gemeinsam mit der SPD-Kreistagsfraktion brachte die FWG den Antrag zur Einrichtung einer IGS in Niederzissen in den Kreistag ein. Trotz intensiver Debatte und überzeugender Argumente wurde der Antrag denkbar knapp mit 20 zu 18 Stimmen abgelehnt.
Die starke Beteiligung der Bevölkerung zeigt jedoch ein anderes Bild:
Mehr als 2.000 Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Petition. Zahlreiche Menschen begleiteten die Übergabe der Unterschriften im Kreishaus und setzten ein eindrucksvolles Zeichen der demokratischen Teilhabe.
„Die enorme Unterstützung aus der Bevölkerung zeigt, wie wichtig wohnortnahe Bildung für unsere Region ist. Eine IGS im Brohltal wäre ein echter Gewinn für den ländlichen Raum – für Familien, für Kinder und für die Zukunft unserer Gemeinden. Auch wenn der Antrag heute abgelehnt wurde: Wir bleiben dran, denn starke Bildungsangebote sind die Lebensader des ländlichen Raums.“
Friedhelm Münch (FWG-Kreisfraktionssprecher)
Die FWG bleibt am Thema dran
Die FWG-Kreistagsfraktion bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern.
Die große Resonanz zeigt klar:
Der Bedarf für eine IGS im Brohltal ist da – und er ist dringlich.
Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen,
- das Bildungsangebot im Kreis Ahrweiler zu verbessern,
- den ländlichen Raum nachhaltig zu stärken,
- und Familien sowie Kindern die Chancen zu geben, die sie verdienen.

