IGS-Debatte: Von der Ablehnung zur Forderung
Die FWG-Kreistagsfraktion sieht sich durch die aktuellen Zahlen zur Integrierten Gesamtschule (IGS) Remagen in ihrer bisherigen Position bestätigt. Die Rhein-Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 28.07.2026 über die kleinen Anfrage des Grünen-Landtagsabgeordneten Josef Winkler, wonach wurde bekannt, dass zum neuen Schuljahr 64 Schülerinnen und Schüler nicht an der IGS Remagen aufgenommen werden konnten.
Der für die Region zuständige Landtagsabgeordnete von Bündnis 90 / Die Grünen, Josef Winkler, stellt aktuell fest, dass an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Remagen 64 Plätze fehlen. Daher folgert und fordert er pressewirksam „der Kreis Ahrweiler muss dringend den Bedarf an IGS-Plätzen für die kommenden Jahre systematisch überprüfen und zusätzliche Kapazitäten schaffen“.
Dies verwundert doch sehr: Haben sich schließlich die Grünen Kreistagsmitglieder vehement gegen eine zweite IGS im Kreis Ahrweiler ausgesprochen und den entsprechenden Antrag von FWG und SPD in der entscheidenden Kreistagssitzung abgelehnt. Weiterhin waren es gerade die Grünen, die Bürgermeister Johannes Bell seinerzeit scharf angriffen. Dieser hatte sich für die FWG engagiert um eine Abitur-Möglichkeit im Brohltal durch Einrichtung einer IGS in Niederzissen einzusetzen. Dadurch würden die langen Fahrzeiten der Brohltaler Kinder und Jugendlichen deutlich reduziert! Die Kreis-Grünen warfen ihm in einer E-Mail sogar den Missbrauch des Kreistages für die Durchsetzung von Eigeninteressen vor.
Aufgrund des äußerst knappen Abstimmungsergebnisses von 18 zu 20 Stimmen steht jedenfalls fest: Hätten die Grünen in der Kreistagssitzung am 27. März – wie jetzt von ihrem örtlichen Landtagsabgeordneten öffentlichkeitswirksam gefordert – für eine zweite IGS gestimmt, wäre die notwendige Mehrheit für den Antrag von FWG und SPD erreicht worden. Damit wären die Pläne für eine IGS in Niederzissen längst auf dem Weg und einer zügigen Umsetzung der jetzigen Forderung von Winkler stände nichts entgegen.
„Den betroffenen Familien helfen keine nachträglichen Forderungen, sondern konsequentes Handeln zum richtigen Zeitpunkt.“
Elisabeth Dahr, Ralf Degen (Kreistagsmitglieder FWG)

