FWG: Hochwasser-Schutz darf nicht an Zuständigkeitsfragen scheitern
FWG Kreistags-Fraktion fordert umfassende Information der Kreisgremien nach Absage aus Berlin
Die Diskussion um die Finanzierung der geplanten Hochwasserrückhaltebecken im Ahrtal nimmt weiter an Fahrt auf. Hintergrund ist die Absage von Bundeskanzler Friedrich Merz auf die Bitte der Landrätin Cornelia Weigand, den Aufbauhilfefonds für die Finanzierung der dringend benötigten Hochwasserschutzmaßnahmen zu öffnen.
Aus Sicht der FWG Kreistags-Fraktion wirft der Vorgang zahlreiche Fragen auf. Besonders kritisch sieht die Fraktion dabei die Informationspolitik gegenüber den gewählten Mandatsträgern des Kreistages. Wie FWG-Fraktionsvorsitzender Friedhelm Münch erklärt, haben die Mitglieder des Kreistages sowohl von dem gemeinsamen Schreiben der Landräte aus Ahrweiler, Euskirchen und der Vulkaneifel als auch von der ablehnenden Antwort des Bundeskanzleramtes zunächst nur über die Berichterstattung der Medien erfahren.
„Bei einem Thema von derart großer Bedeutung für die Sicherheit der Menschen im Ahrtal und die Zukunft des Hochwasserschutzes erwarten wir eine frühzeitige und umfassende Information der politischen Gremien“, betont die FWG.
Die Fraktion hat deshalb für die nächste Sitzung des Kreisausschusses für Umwelt und Klimaschutz (KUA) am 28. September einen schriftlichen Antrag eingereicht. Darin fordert die FWG die Kreisverwaltung auf, die Mandatsträger ausführlich über den Inhalt des Schreibens an das Bundeskanzleramt, die Antwort aus Berlin sowie die weiteren Handlungsmöglichkeiten zu informieren.
Für die FWG steht dabei nicht die parteipolitische Auseinandersetzung im Vordergrund, sondern die Frage, wie die notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen tatsächlich umgesetzt und finanziert werden können. Nach Auffassung der Fraktion müssen Kreis, Land und Bund gemeinsam Verantwortung übernehmen und tragfähige Lösungen entwickeln.
Die geplanten Rückhaltebecken gelten als wichtiger Baustein eines überregionalen Hochwasserschutzkonzeptes für das Ahrtal und die angrenzenden Regionen. Angesichts der Erfahrungen der Flutkatastrophe von 2021 sieht die FWG die Pflicht aller politischen Ebenen, die Finanzierung und Umsetzung der Maßnahmen zügig voranzubringen.
Die FWG Kreistags-Fraktion wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Kreisgremien frühzeitig eingebunden werden und die Öffentlichkeit transparent über den Fortgang der Planungen informiert wird.
Quelle: Rhein-Zeitung, Ausgabe vom 15.09.2026, „Regenrückhaltebecken im Ahrtal: Fraktionen im Kreistag fordern Hilfe von Land und Bund“.

