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FWG-Kreistagsfraktion Ahrweiler

FWG Kreistagsfraktion

FWG-Antrag zur erneuten IGS-Bedarfsprüfung im Werkausschuss abgelehnt

Ablehnung von 64 Schülerinnen und Schülern sei allein noch kein ausreichender Nachweis für den Bedarf einer weiteren IGS

Die FWG-Kreistagsfraktion hatte beantragt, die Bedarfsentwicklung für eine zweite Integrierte Gesamtschule (IGS) im Landkreis Ahrweiler erneut überprüfen zu lassen. Hintergrund waren die aktuellen Anmeldezahlen für das Schuljahr 2026/2027, nach denen 64 Schülerinnen und Schüler keinen Platz an der IGS Remagen erhalten haben.

Bereits im Frühjahr hatte der Kreistag die Einrichtung einer weiteren IGS auf Grundlage eines Schulentwicklungsgutachtens abgelehnt. Die FWG respektiert diese Entscheidung. Gleichzeitig ist sie der Auffassung, dass Politik bereit sein muss, Prognosen mit neuen Entwicklungen abzugleichen und veränderte Faktenlagen neu zu bewerten.

Die Verwaltung argumentierte in der Sitzung unter anderem, dass im Landkreis insgesamt ausreichend Schulplätze vorhanden seien und verwies auf die Einschätzung von Schulaufsicht und Bildungsministerium, wonach die Ablehnung von 64 Schülerinnen und Schülern allein noch kein ausreichender Nachweis für den Bedarf einer weiteren IGS sei. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die abgelehnten Schülerinnen und Schüler nicht dem gymnasialen Leistungssegment zugeordnet wurden.

Für die FWG bleibt jedoch eine zentrale Frage offen

Warum werden neue Zahlen und tatsächliche Entwicklungen nicht zum Anlass genommen, die bisherigen Annahmen nochmals zu überprüfen? Die FWG hatte ausdrücklich weder die Errichtung einer zweiten IGS noch eine Standortentscheidung beantragt. Ziel war ausschließlich eine erneute, ergebnisoffene Überprüfung der Faktenlage.

Im Verlauf der Sitzung äußerte sich der Fraktionssprecher der Grünen kritisch gegenüber der Kleinen Anfrage seines Parteikollegen und Landtagsabgeordneten Josef Winkler, durch die die Zahl der 64 abgewiesenen Schülerinnen und Schüler überhaupt erst öffentlich bekannt wurde.

Bei der abschließenden Abstimmung stimmten lediglich die beiden Mitglieder der SPD-Fraktion sowie die beiden Mitglieder der FWG-Fraktion für die beantragte Überprüfung. Mit Ausnahme einer Enthaltung aus den Reihen der CDU lehnten die übrigen Ausschussmitglieder den Antrag ab.

Für die FWG bleibt festzuhalten

Wer Entscheidungen auf Grundlage von Fakten trifft, sollte keine Bedenken haben, neue Fakten erneut bewerten zu lassen. Die Entwicklung der Schülerzahlen und die Nachfrage nach bestimmten Schulformen werden die FWG-Kreistagsfraktion auch weiterhin aufmerksam begleiten.